Das nagelneue Testament

19. Mai 2011

Überlegungen (4)

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 13:04

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Diesen Satz kennt wohl fast jeder. Die Schöpfungsgeschichte. Zerlegen wir sie mal grob.

Am ersten Tag schuf Gott Tag und Nacht. Hmm. Wir kennen den Satz „und der Herr sprach: es werde Licht!, und es ward Licht.“ Wenn Gott also Licht schuf, dann war es vorher dunkel. Wie kann er dann am ersten Tag Tag und Nacht geschaffen haben? Oder schuf er Tag und Nacht in der ersten Nachtschicht? Es ist das selbe Dilemma wie „Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“. Gegenwart existiert nicht. Oder doch? Eben noch Gegenwart, und schon Vergangenheit. Oder anders: Die Zukunft wird zur Vergangenheit in der Gegenwart. Verstehen Sie mich? Gott erschafft an einem noch nicht existierenden Tag einen Tag.
Zweiter Tag (oder doch eher erster Tag?). Das Himmelsgewölbe wird geschaffen als Trennung zwischen oberen und unteren Wassern. Setzt eigentlich voraus, dass davor alles voll Wasser war. Und dunkel. Somit haben wir eine Wasserwelt nebst Himmel am zweiten Tag.
Dritter Tag. Land und Wasser werden getrennt. War also doch nicht alles Wasser, damals. Irgendwo gab es noch einen Meeresboden, der vor dem Licht existierte. Oder entstand das Land durch zentrifugieren des Wassers? Waren da Feststoffe im Wasser gelöst? Spontantrocknung ganzer Kontinente innerhalb des Meeres? Wenn jetzt einer mit der Erklärung „vulkanischer Ursprung“ kommt: hey, am Anfang war alles dunkel, voll mit Wasser. Wo sind da dann die Vulkane? Das Magma, die flüssigen Gesteine? Und wenn flüssige Gesteine: die glühen aufgrund der Temperatur. Also wäre es nicht dunkel gewesen. Achso, Magma unterhalb der abgekühlten Schichten, daher alles dunkel: Wieso erschafft dann Gott am dritten Tag Land, wenn es schon da ist? Und dann gleich mit Pflanzenbewuchs. Außer in den Wüstengebieten. Oder auf hohen Bergen. Da waren die Pflanzen wohl ausgegangen.
Vierter Tag. Himmelskörper werden ans Himmelsgewölbe gepinnt. Wolken, Sonne, Mond, Sputnik, Sternschnuppen, Sterne und Polarlichter aus den zusammengekehrten Resten der Sterne. Kondensstreifen allerdings noch nicht, Gott hatte noch kein Lineal erschaffen.
Fünfter Tag. Meerestiere und Vögel werden erschaffen. Also lauter Eierleger. Was aber ist mit den Lebendgebärenden wie beispielsweise Walen, Delphinen oder Haien? Gut, die dann auch wohl.
Sechster Tag. Landtiere und am Schluss der Mensch werden erschaffen.
Siebter Tag ist Ruhetag.

So, jetzt meine Fragen: wer schrieb die Bibel? Gott? In welcher Sprache? Und in welcher Sprache sagte er „Es werde Licht“? Weil: Sprachen hatte er ja nicht erschaffen bis dato. Und wenn, dann erst mit der Erschaffung des Menschen am 6. Tag. Vorher aber…?
Nächste Frage: wenn die Menschen die Bibel verfasst haben, woher kommen dann die detaillierten Informationen über die Tage 1 bis 5? Weil mögliche Augenzeugen konnte es ja erst ab Tag 6 geben. Ok, Gott könnte dieses Wissen dem Menschen natürlich posthum ins Gehirn geblasen haben. Aber wieder: in welcher Sprache es zu verstehen und aufzuschreiben? In welcher Schrift? Ist Gottes Handschrift Latein, Griechisch, Mesopotamisch, Runenschrift, Ägyptische Bilderschrift, chinesisch, japanisch oder kyrillisch? Arabisch etwa? Hebräisch?

Auch wenn Gott Liebe ist (er gab Augen zu sehen, Ohren zu hören und einen Mund zu reden), so sollte Gott doch auch dem Menschen ein Hirn zum Denken gegeben haben. Aber da hakt es wieder mal.

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24. Juni 2010

Überlegungen (2)

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 13:48

Wenn Gott uns nach seinem Ebenbilde geschaffen hat, wie es in der Bibel heißt ( Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.), dann muss Gott ein ziemlich unvollkommenes Wesen sein. Wie sonst kann man erklären, dass sich die Menschen gegenseitig umbringen? Ist Gott etwa ein jähzorniges, unbeherrschtes Wesen? Ist das nicht gefährlich, solche Eigenschaften dann weiterzugeben und so etwas unvollkommenes wie den Menschen zu schaffen?

21. Mai 2010

Völkerwanderung und andere Naturkatastrophen

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 11:45

Gott hat also damals einen Klumpen Lehm angepupst, und siehe, es entstand Leben nach dem Abbild Gottes. Nun kommt so ein Pups ja aus einer bekannten Körperöffnung, daher muss ich jetzt mal davon ausgehen, dass wir alle aussehen wie das Arschloch Gottes. Oder etwa nicht? Nun, die Kritiker, die behaupten, wir wären angehaucht worden, denen muss man nun erklären, dass wir eigentlich ein Abbild von Gottes Zahnbelag sind. Seltsamerweise riechen auch manche Menschen so. Na ja, aber nach Gottes Pups zu riechen, ist auch nicht so das Wahre.

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21. Januar 2009

Und Gott schuf

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 14:57

Den Menschen nach seinem Ebenbild. So steht es geschrieben in der Bibel, dem Märchenbuch für Generationen und dem Leitfaden für eine realitätsfremde Altherrenriege, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, mittels schöner Geschichten und nicht nachzuvollziehender „Wunder“ die einfachen Geister zu bezaubern und so von ihnen das Geld zu bekommen, das sie zur Unterhaltung ihres eigenen Lebensstils benötigen.

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Das letzte Abendmahl

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 14:56

Es begab sich aber, dass Jesus sich dachte: nun ist bald Schluss mit lustig.

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Das babylonische Sprachgewirr – apathologische Übersetzung

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 14:48

Während sich in allen Ecken und Enden der Welt die Menschen, unbeeindruckt vom letzten Meteoriteneinschlag, der auch unter dem Namen „Arche-Noah-Armageddon“ bekannt wurde, wie die Karnickel vermehrten, mussten sie sich dafür ja auch irgendwie unterhalten. Denn:

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Der Moses-Zwischenfall – Aposthologische Korrektur

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 14:43

Aufgrund einer Hungersnot war ja damals Jakob aus Israel – obwohl das damals noch nicht so hieß – aufgebrochen und hatte sich in Ägypten niedergelassen. Da zu der damaligen Zeit, wie auch heute noch, Ressentiments gegen Ausländer herrschten, wurden die Gastarbeiter erst einmal anständig unterdrückt. Speziell, nachdem bekannt wurde, dass sie sich stärker vermehrten als die Einheimischen. Man befürchtete ein neues Kreuzberg in Ägypten.

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Die große Flut – Noahs Riverboatshuffle

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 14:41

Die Jahre gingen ins Land und die Menschen vermehrten sich wie die Karnickel. Gott hatte zwar mal einen Spruch in Richtung „Seid fruchtbar und mehret euch“ losgelassen, aber nicht damit gerechnet, dass die Menschen sich auch wirklich so penetrant daran hielten. Außerdem hatten sie wohl legasthenische Anfälle, denn sie waren wohl auch furchtbar.

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Der achte Tag – was in der Bibel vergessen wurde

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 14:27

Exhumiert vom pathologischen Apostel

Nicht schriftlich fixiert sind die Ereignisse des achten Tages, denn das hätte das Weltbild zur damaligen Zeit kräftig durcheinandergewirbelt. Unseren Aposteln ist es jedoch gelungen, die lange verschollenen Dokumente im Vatikan ausfindig zu machen und unter Lebensgefahr herauszuschmuggeln. Hier liegt nun die unglaubliche Wahrheit vor.

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Der siebte Tag – Engelischer Ruhetag aus pathologischer Apostelsicht

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 14:16

„Am siebten Tage aber sollst du ruhen“, dachte sich Gott. Schließlich war er ziemlich ausgepowert vom vielen Geschöpfe. Und dann noch diese ewige Streiterei mit Eva. „Wieso darf ich nicht von dem Baum essen? Wieso hast du nicht gesagt, dass das dick macht? Wiesohab ich kein Kleid von Dior? Steht mir das Grün der Feigenblätter überhaupt? Weshalb will Adam immer nur das Eine von mir? Kann ich nicht lieber Kopfschmerzen haben? Warum bin ich eigentlich nackt? Warum ist der eigentlich nackt?…“ Fragen über Fragen, die mit der Zeit auch einen Gott nerven können.

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