Das nagelneue Testament

20. Juli 2011

Worum geht’s eigentlich?

Filed under: Dritter Teil — nagelneuestestament @ 19:25

Eigentlich wollte ich das wort- und beschreibungslos einstellen. Kam heute per Handverteilung hier bei mir an. Vorder- und Rückseite beinhalten genug Information, um sich ein eigenes Bild zu machen.



Aber für jene Leser, die des Englischen weniger mächtig sind, erlaube ich mir, grob zu übersetzen:

Komm und sieh…
Jesus macht reich
in der Kirche des lebenden Vertrauens
Life Camp
Denk vielmehr an den Herrn, deinen Gott: Er war es, der dir die Kraft gab, Reichtum zu erwerben,… (Deuteronomium 8:18) [auch 5. Buch Mose genannt, der Autor]
Du magst glauben, dass die fortschreitende, weltweite wirtschaftliche Massenvernichtung denselben nachteiligen Effekt auf jeden hat. Das ist nicht wahr! Ich möchte dich wissen lassen, dass Gottes verpflichtete Kinder ausgenommen sind von diesem negativen Effekt des Werteverfalls. Warum? Weil sie wissen, wo sie sein müssen und was sie zu tun haben, um reich zu sein. Sie zeigen Respekt für Gottes Reichtumsverpflichtung.
Möchtest du göttlichen Weges frei sein von finanziellen Ketten? Dann komm zur Kirche des lebenden Vertrauens, J.T. Useni Weg, Life Camp, Abuja und erlebe Gottes Kraft zu übernatürlichem Reichtum. Diese Zeugenaussage wird dir zeigen, wie vertrauensvoll Gott ist:

Ich fliege mit prophetischen Flügeln
Ich bekam das Privileg der Mitgliedschaft in dieser großartigen Kommission 2007 während der „Erntewochen“ durch die Einladung eines Geschäftskollegen. Während des Gottesdienstes erklärte Gottes Diener, dass wir nie wieder unter Verlusten leiden werden und wir unsere Ernte hundertfach einbringen werden. Ich beanspruchte das alles.
Seit diesem ersten Tag sammelte ich meine Ernte bis auf den heutigen Tag. Bis jetzt habe ich gesammelt:
– mein eigenes Haus (5 Zimmer)
– 2 Geländewagen
– Verträge in Fremdwährungen etc.
Ich gab Gott den ganzen Ruhm.
Jetzt ist es an dir die Umkehr zu erleben!

Kinder, Ihr seht, es ist nie gut, wenn man Drogen nimmt.
Außerdem sieht man hier genau, wozu Religion genutzt wird: um ahnungslose Menschen anzulocken und ihnen ungebremsten Reichtum materieller Art zu versprechen. Wenn ich mir allerdings die Klientel der Kirchen so anschaue, sind es lediglich die Pastoren hier in Afrika, die diesen Reichtum dann auch wirklich besitzen.

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5 Kommentare »

  1. Ja, genau, endlich mal einer der die Wahrheit erkannt hat.

    Außerdem sollten auch Küchenmesser verboten werden, man sieht ja wozu die oft benutzt werden! Und jede Geburt sollte verboten werden, man sieht ja was manche Mütter mit ihren Babys schon schlimmes angestellt haben.

    Fällt einem da nicht so vieles ein, was daher verboten gehört ?

    Kommentar von causalis — 22. Juli 2011 @ 12:59

  2. Sollte diese Antwort nicht unter einen anderen Artikel gehören? Oder bin ich es, der da in die Irre geleitet wird?

    Kommentar von nagelneuestestament — 22. Juli 2011 @ 17:48

  3. Das war auf dieses Zitat geantwortet , was ich leider vergessen habe:
    „Außerdem sieht man hier genau, wozu Religion genutzt wird“

    Es ist doch absolut töricht so zu argumentieren, mit so einem Argument könnte man alles ankreiden, was nur irgendwie missbraucht wird!

    Wenn ein Mensch mit einem Küchenmesser bedroht oder verletzt wird, rufen sie dann auch: „Außerdem sieht man hier genau, wozu Küchenmesser benutzt werden.“. Sie stellen sich gegen das was missbraucht wird, ist ihnen das noch nicht aufgefallen?. Im Grunde wäre es wohl für Sie angenehmer, wenn nur das erlaubt wäre, was im Gesetz steht und was nicht drin steht wäre verboten, ist das ihre Ansicht?

    Und diese „ahnungslosen Menschen“, die wegen ihrer finanzieller Gier in eine Sekte eingetreten sind, werden wohl auch in andere Vereine deswegen eintreten. Diese Leute vor einer religiösen Sekte schützen zu wollen, ist wohl vergebene Liebesmüh. Die werden ihnen was husten, wenn Sie denen irgendeinen Verein, der ihnen Geld verspricht, vermiesen wollen. Es könnte sogar sein, das ist natürlich mehr Hoffnung als Realismus, das diese Kirche genau die richtigen Sünder sucht um sie dann zu bekehren. Abgesehen davon, kann ich mir sehr gut vorstellen, wenn so ein „ahnungsloser Mensch“ auf ihre Seite stößt, wird er die Adresse notieren um gleichdarauf dort eintreten zu dürfen. Sie machen für die Werbung, die Sie kritisieren. Es gibt nämlich genügend Leute die in eine Suchmaschine genau diejenigen Begriffe eingeben, die sie hier brav übersetzt haben.

    Kommentar von causalis — 22. Juli 2011 @ 19:55

  4. Genau, Küchemmesser und Geburten gehören verboten!
    Dann ist endlich Schluss mit der Geisteskrankheit namens Religion.
    Das Kommaverbieten praktiziert causalis ja schon (2x … man sieht ja, was …).
    Ich bin mir auch sicher, er schält seine Kartoffeln mit dem Teelöffel. Löblich. Preiset den Herrn!

    Kommentar von Frankie — 25. Juli 2011 @ 11:41

  5. Nun, dann werde ich Ihnen mit ein wenig lokalem Hintergrundwissen auf die Sprünge helfen: hier in Nigeria sind für die Menschen nur zwei Sachen wichtig: Religion und Reichtum. Der durchschnittliche Nigerianer träumt von Millionen Dollars/Euros/Pfund in seinen Händen, um sich damit Sachen zu kaufen. Teuren Schmuck, teure Parfums, teure Sachen. Um damit zu protzen, dass er es sich leisten kann. Am besten protzt es sich übrigens, wenn man in einer Kirche eine „großzügige“ Spende macht und dies öffentlich vom Pastor verkünden lässt. Die erreichten Zielgruppen sind viel größer als man innerhalb eines Geschäftsleutezirkels erreichen könnte.
    Mittels der abgebildeten Einladung wird nun genau auf jenes Verhalten abgezielt. Man spricht also nicht eine kleine Gruppe finanziell gieriger Menschen an, man spricht damit alle Menschen hier in Nigeria an. Und das ist das perfide an der ganzen Geschichte. Man wei&szli;, dass die Zielgruppe gut 100% der Bevölkerung abdeckt. Man nutzt die Gier der Menschen, um Mitglieder zu gewinnen. Und man täuscht den Menschen vor, dass Gott oder Jesus sich ihrer finanziellen Gier annimmt und diese befriedigt. Doch weder Gott noch Jesus haben ein Bankkonto, von welchem sie das Geld überweisen können. Und ich bezweifle auch, dass Gott oder Jesus die Macht besitzen, Menschen zu beeinflussen, ihr sauer verdientes Geld einfach mal so an ein paar (nämlich 140 Millionen) Nigerianer abzutreten. Hier wird dieselbe Masche angewandt wie bei den Mails der Nigeria-Connection, die einem auch Millionen von Dollars, die auf irgendwelchen Konten schlummern, versprechen, solange man nur ihnen einen kleinen Vorschuss bezahlt. Jener Vorschuss entspricht in den Kirchen den „offerings“, den Spenden, die dann die Gemeinde, in vermeintlicher Anbetracht des kommenden Reichtums, an den Pastor abtritt. Und der wiederum macht sich damit ein schönes Leben.

    Kommentar von nagelneuestestament — 25. Juli 2011 @ 11:54


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