Das nagelneue Testament

24. Juni 2010

Überlegungen (2)

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 13:48

Wenn Gott uns nach seinem Ebenbilde geschaffen hat, wie es in der Bibel heißt ( Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.), dann muss Gott ein ziemlich unvollkommenes Wesen sein. Wie sonst kann man erklären, dass sich die Menschen gegenseitig umbringen? Ist Gott etwa ein jähzorniges, unbeherrschtes Wesen? Ist das nicht gefährlich, solche Eigenschaften dann weiterzugeben und so etwas unvollkommenes wie den Menschen zu schaffen?

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10 Kommentare »

  1. Nun, jähzornig nennen Sie ihn? Mitnichten. Die Sindflut, bei der er fast alle seiner Ebenbilder ersaufen ließ, hat gar nicht er gemacht, sondern dieser Thriller ist schon mal von den alten Sumerern abgeschrieben, steht schon im Gilgamesch-Epos. Die wird ihm also bloß von Hardcorechristen böswillig in die Schuhe, äh, Jesuslatschen geschoben. Und die Vernichtung von Sodom und Gomorrha, das war er auch nicht, sondern laut Daeniken Außerirdische mit Kernwaffen.
    Aber ein Rassist ist er gewiss. Ich habe bei der Fußballweltmeisterschaft die Schwarzen ganz viel beten sehen, aber ausgeschieden sind sie bis auf Ghana trotzdem. Und wenn wir seine Ebenbilder sind, warum passiert dann Folgendes:
    Ein Flugzeug stürzt ab, 215 Tote, einer überlebt, halb verbrannt und querschnittsgelähmt, Frau und Kinder tot. Was macht er als Erstes? Er dankt Gott für seine Rettung. Falls es so etwas wie Gott gibt, muss er ein ziemliches Arschloch sein.

    Kommentar von Frankie — 25. Juni 2010 @ 10:55

  2. Nun, man weiss ja nicht, wie sehr ihn Frau, Kinder und rumlaufen genervt haben. Und so eine schicke, neue zweite Haut hat auch nicht jeder…

    (Vermutlich sind die Schwarzen aber auch ausgeschieden, weil Gott ’ne Frau ist und sich einen Scheiss um Fussball kuemmert.)

    Kommentar von Doktor Peh — 27. Juni 2010 @ 16:37

  3. Hat Gott eigentlich seinen Blinddarm noch?

    Kommentar von rauskucker — 1. Juli 2010 @ 22:45

  4. Wurde der nicht gerade zum Bundespraesidenten gewaehlt?

    Kommentar von nagelneuestestament — 2. Juli 2010 @ 09:58

  5. Wie muß diese Gott nur aussehen, halb Mann, halb Frau? Vorne hinten unterschiedlich? Vielleicht war er eine gespaltene Persönlichkeit?
    Sonst kann es ja nicht sein, dass wir nach seinem Ebenbild erschaffen wurden. Weisse, braune, gelbe oder rötliche Haut? Welcher unserer Mitbrüder/Schwestern gleicht nun dem Archetypus der Schöpfung wirklich?
    Es gibt ja sehr viele, die sich gottähnlich nennen,(Fussballgötter, esoterische Meistergötter, Geldgötter…) die sehen auch komplett unterschiedlich aus!
    Übrigens, Gott hat keinen Blinddarm, denn er weiß ja alles, damit ist er gesamt blind, nicht nur das Stück Darm! Doch Wissen macht bei manchen starkes Kopfweh, daher nimmt er nicht alles wahr, mit dem 3.Auge! Sollte mal geöffnet werden!

    Kommentar von notatall — 27. Juli 2010 @ 16:11

  6. Leider gibt es von Gott ja keine Bilder, man darf sich ja keines von ihm machen. Somit kann er natuerlich als Fuehrer eines Kraftfahrzeugs in jeden Geschwindigkeitsblitzer rasen, ist ja nachher ichts auf dem Film. Praktisch eigentlich. Aber ich stelle mir Gott als gezwittertes, bunt gestreift und gepunktetes Wessen mit Halbglatze links und langen Haaren rechts vor. So eine Art Punk.

    Kommentar von nagelneuestestament — 29. Juli 2010 @ 16:39

  7. „… dann muss Gott ein ziemlich unvollkommenes Wesen sein. Wie sonst kann man erklären, dass sich die Menschen gegenseitig umbringen?“

    Mal anders gefragt: Wie soll denn der Mensch lernen was falsch und was richtig ist, wenn nicht dadurch das er unvollkommen handelt? Schon mal daran gedacht, dass der Mensch ansonsten ein dummes Wesen wäre, wenn er sich im Paradies nur füttern ließ und keinerlei Eigenversuche unternehmen könnte.

    Kommentar von Wohlan — 26. März 2011 @ 00:03

  8. Was aber lernt er, der Mensch? Und woher weiß er, was falsch und richtig ist? Göttliche Eingebung? Wohl kaum. Den Unterschied zwischen falsch und richtig legt der Mensch selbst fest. Und dies auch noch normenfrei. War es gestern noch richtig, einen Herrn Ghaddafi in Libyen mit Waffen zu unterstützen, da sonst die bösen Terroristen die Öllieferungen gefährdeten, so ist es heute richtiger, jener sich selbst vom Joch eines Langzeitdiktators befreienden Bevölkerung zu helfen. Das Ergebnis ist in beiden Fällen das gleiche: getötete Menschen.
    Seit Jahrtausenden versucht der Mensch, bis dato recht erfolglos, sich auszurotten. Natürlich kann man darauf hoffen, dass er es eines Tages gelernt hat, dies erfolgreich zu tun. Die Welt, insbesondere die Tier- und Pflanzenwelt, würde es ihm kurzfristig danken, dann wäre er aber auch schon wieder in Vergessenheit geraten. Dass allerdings der Mensch lernt, dass diese gegenseitige Umbringerei nichts bewirkt, das bezweifle ich stark. Lange genug hält dieses Lernen ja bereits an. Oder ist diese Lernerei etwa ein, huch, böses Wort, Evolutionsprozess? Etwa genau das, was kirchengängige Hardliner ablehnen als Theorie? Nein, das kann, das darf nicht sein!

    Natürlich lernen Menschen immer noch dazu, der Lernprozess ist nie abgeschlossen. Inzwischen hat es sich auch herumgesprochen, dass Feuer nicht nur gut zur Zubereitung von Speisen und außerdem heiß ist, sondern auch, das ein Überleben in ihm recht unwahrscheinlich ist. Daher geht der Mensch mit Feuer vorsichtig um. Meist. Bei der Kernkraft bin ich mir da weniger sicher, aber auch das sollte Mensch bereits gelernt haben. Nach den Atombombenabwürfen und den vielen Vorkommnissen, wovon Fukushima und Tschernobyl noch die bekanntesten sind, aber auch Harrisburg und Sellafield nicht in Vergessenheit geraten sollten.

    Was aber nun ist richtig und was ist falsch? Meist werden die Definitionen dafür vom eigenen Profit abgeleitet. Es kann richtig sein, einen Diktator vom Thron zu stoßen, nur, weil dessen Thron eben auf Erdöl- oder Erdgasvorkommen sitzt. Umso wahrscheinlicher eine solche Aktion, je höher der nette Diktator die Preise schraubt. Es kann richtig sein, ein paar Hunderttausende umzusiedeln, nur, weil man in einem Erdbebengebiet einen riesigen Staudamm zur Energieerzeugung bauen will. Wer bestimmt, was richtig und was falsch ist? Wohl nur derjenige, der Macht hat. Um auf dieses virtuelle Wesen namens Allah, Jahwe oder Gott zurückzukommen: hätte er die ihm zugesprochene Macht, würde er nicht bestimmen, was richtig und was falsch ist? Und würde er (oder vielleicht doch sie?) nicht darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden? Und nicht seine Geschöpfe eigenständig die Regeln verbiegen und auslegen lassen? Man muss sich nicht im Paradies ohne Eigenversuche durchfüttern lassen, um dumm zu sein. Man kann das auch im realen Leben.

    Kommentar von nagelneuestestament — 26. März 2011 @ 12:52

  9. Joh 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

    Also er oder sie!
    Solange diese Frage Bedeutung hat, lebt man in der Entweder/Oder Welt, in der ist Gut /Böse Welt, in der Schwarz/Weiß Welt die einzig durch die Farbe die man selbst austeilt existiert. Das hat nicht das Geringste mit Wahrheit oder Freiheit zu tun, sondern eher mit einem selbstgebauten Lust/Schmerz Gefängnis. Man lehnt alles ab was nicht mit Gut oder Schlecht, männlich oder weiblich plakatiert werden kann !

    Und das mit dem dafür Sorgen das die Regeln beachtet werden folgendes. Glaubst du wirklich das uneinsichtige Menschen, die du recht gut beschrieben hast, die nicht dazulernen, merken würden das sie ein Gott bestraft. ?? Wohl kaum, denn sie verweigern sich ihm und wenn würden sie so weiter machen sobald sie die Gelegenheit hätten, oder etwa nicht?

    Ich stimme dir daher zu das diese Menschen dazulernen mögen, sehe aber überhaupt kein Widerspruch darin, dass ein Gott oder auch eine Göttin 😉 einsichtige Menschen und gleichzeitig uneinsichtige erschaffen (bilden) kann. Dies ist ein Prozeß an dem wenn überhaupt beide beteiligt sein müssten. Und wenn sich der eine oder andere nicht dafür öffnet, dann bleibt er oder sie eben uneinsichtig.

    Der Anspruch das Gott dieses oder jenes bestrafen müsse, ist eigentlich genau das, was mancher fatalistische Gläubige auch heute mit Ungläubigen und auch jeder fatalistische Kirchengegner mit Kirchenanhängern tun möchte. Der einzige Unterschied ist das man nicht selbst die Hand anlegen möchte und das einen Gott tun lassen will. Wenn man dabei mal nicht unter die Räder kommt, denn vielleicht beinhaltet dieses Ansinnen, bereits die Überheblichkeit sich selbst für gut oder besser als andere zu empfinden. Wäre eigentlich so manche Strafe wert, findest du nicht 😉 Wer sich selbst erhöht der wird erniedrigt!

    Also mal auf den Punkt gebracht: Das Ansinnen so mancher Kirchen-Hardliner aber auch so mancher Atheisten heißt doch: Tretet bei uns ein dann kommt ihr ins Paradies wo uns dann die Wachteln ins Maul fliegen werden oder eben: Es kann keinen Gott geben sonst würde der sich doch um alles Kümmern und unsere Welt wäre dann wie ein Paradies (wo uns die Wachteln ins Maul fliegen würden!) Sorry, aber ich kann beim besten Willen, diese beiden Einstellungen nicht auseinanderhalten.

    😉

    Kommentar von Wohlan — 26. März 2011 @ 18:33

  10. @Frankie
    „Gilgamesch-Epos“ in die Schuhe, äh, Jesuslatschen geschoben

    Abrams Familie kam laut Bibel (1.Mose 11.27) aus Ur, einer der ältesten sumerischen Städte in Südmesopotamien! Warum sollte daher nicht ein sumerischer Epos (in 1.Mose 7) überliefert werden. Vielleicht liegt hier eine Verwechslung vor und jemand anderes hat Dir etwas untergeschoben 😉

    Kommentar von Wohlan — 28. März 2011 @ 12:12


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