Das nagelneue Testament

21. Januar 2009

Und Gott schuf

Filed under: Erster Teil — nagelneuestestament @ 14:57

Den Menschen nach seinem Ebenbild. So steht es geschrieben in der Bibel, dem Märchenbuch für Generationen und dem Leitfaden für eine realitätsfremde Altherrenriege, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, mittels schöner Geschichten und nicht nachzuvollziehender „Wunder“ die einfachen Geister zu bezaubern und so von ihnen das Geld zu bekommen, das sie zur Unterhaltung ihres eigenen Lebensstils benötigen.

Lassen wir einmal beiseite, dass auch diese Herren gewisse, hormonell gesteuerte Wünsche besitzen, die sie im Dunkeln entweder mit käuflichen Damen oder auch mit Schutzbefohlenen ausleben.

Aber kommen wir zurück auf das Ebenbild. Ist das der Gott, so wie wir ihn uns vorstellen? Ein an sich auf Krawall gebürsteter Gott, der gierig, neidisch, egozentrisch ist? Der seinen Nachbarn nicht in Frieden leben lassen kann, nur weil dieser an etwas anderes glaubt? Der „keine anderen Götter neben sich duldet“, wie es geschrieben steht? Das klingt mir so, wie die Menschheit. Die sich auch dauernd in den Haaren liegt und gegenseitig umbringt. Vielleicht ist es deshalb auch nur ein einziger Gott, weil er derjenige war, der am Schluss übrigblieb. Der Stärkste, Hinterhältigste, Gemeinste von allen. Darwinismus in purster Form. Genau der Darwinismus, der von den Vertetern der Glaubensrichtung so vehement abgestritten wird.

Ist dieser Gott dann nicht genauso fehlbar wie der Mensch? Und was erdreistet sich dann ein einzelner, alter Mann in weißer Kutte, sich für unfehlbar hinzustellen? Sich auf eine Stufe über denjenigen zu stellen, den er angeblich auf Erden vertritt? Diesen Gott, der egoistisch und machtstrebend ist, weshalb sonst verbietet er den Menschen, vom Baum der Erkenntnis zu essen? Weil sie dann ebenso wissend, erkennend, sehend wie er sind? Weil er dann nur noch „Primus inter Pares“, Erster unter Gleichen wäre und nicht mehr etwas Herausragendes? Und wenn Gott nur gut wäre, würde er nicht dafür sorgen, dass sich die Menschen auch nur gut entwickeln und sich nicht gegenseitig dauernd die Hirnschalen einschlagen?

Aber nein, dafür hat man, wie Herr wvs so schön schrieb, den Teufel erfunden, der für alles Schlechte zuständig ist. Nur frage ich mich jetzt: wenn Gott allmächtig ist, wie es so schön geschrieben steht und auch gelehrt wird in den Gotteshäusern, wieso lässt er sich dann von so einem Teufel auf der Nase herumtanzen? Ist der Teufel etwa auch allmächtig? So dass Gott nicht gegen ihn ankommt? Oder ist Gott der Teufel selbst und hochgradig schizophren? Dann würde es Sinn machen, dass er nicht gegen den Teufel ankommt, außer, er beginge Selbstmord. Aber angeblich kann Gott ja nicht sterben, also wäre es für ihn sinnlos, Selbstmord zu begehen. Und so muss er mit seinen schizophrenen Anfällen bis in alle Ewigkeit leben.

Schöne Strafe, das.

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2 Kommentare »

  1. […] Ungläubige glauben nämlich nicht an die Alleinherrschaft eines Gottes, der, wie im vorherigen Artikel beschrieben, übrigens eine Frau ist. Sie glauben auch nicht, dass es einen rechtmäßigen […]

    Pingback von Das vergessene Buch « Das nagelneue Testament — 22. Januar 2009 @ 10:21

  2. Ich lese und es ist gut.

    Kommentar von rinpotsche — 23. Januar 2009 @ 15:18


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